29. Oktober 2010, 15 Uhr
Kunsthochschule für Medien Köln, Bibliothek

Buchpräsentation: "Spiel Form Künste"
Hans Ulrich Reck  "Zu einer Kunstgeschichte des Improvisierens“


Programm:
Begrüßungen durch Birgit Trogemann, Leiterin der Bibliothek/ Mediathek

Dr. Jan-Frederik Bandel (Verleger, Hamburg) über das Verlegen von Theorie

Prof. Dr. Michal Erlhoff (KISD, Köln), „Somersaults - oder: Konfusion als Denkmodell”

PD Dr. Bernd Ternes (Herausgeber des Buches, FU Berlin) , "Intensität und Sinn"

"Spectre" von John Oswald (1990)

Hans Ulrich Reck, Wenige Bemerkungen zu einer Kunstgeschichte des Improvisierens zwischen Ton und Bild

In den Semantiken spätmoderner Gesellschaften hat sich seit einiger Zeit die Auffassung  ausgebreitet, bestimmte Begriffe seien deshalb hoch zu bewerten, weil mit ihnen Zukunftstauglichkeit verbunden sei: Allen voran Kreativität, emotionale Intelligenz, das Management von Nichtwissen – und nicht zuletzt (die Kunst der) Improvisation. In sieben kunst-, theorie- und gesellschaftshistorischen Rahmungen entfaltet Hans Ulrich Reck in seinem neuen, von Bernd Ternes herausgegebenen Buch „Spiel Form Künste. Zu einer Kunstgeschichte des Improvisierens“ eine Konfiguration des Aleatorischen als Materialität des Mediums. Der Autor vermeidet – wie schon in seinem Buch „Index Kreativität“ (2007) – die Konsequenzen einer mythisch-begrifflichen
Kategorisierung ebenso wie eine instrumentelle Indienstnahme des Improvisierens, der es einzig um eine Fortsetzung des Gewohnten mit anderen, ungewohnten Mitteln geht. Die im Buch versammelten Abhandlungen Recks geben Orientierungen zu einem weit offen stehenden Forschungs-Bereich. Die Bibliothek der KHM lädt – in Kooperation mit dem Verlag philo/ fine arts (Hamburg) – zur Buchvorstellung ein.
FUNDUS-Plakat von Anna Bertermann und Matthias Meyer
Hans Ulrich Reck
Jan-Frederik Bandel